Juli 21, 2026

 


Übergestern



 – Wären wir wahrhaft frei,

wir würden springen.


Dies zu greifen macht aus dem Unmöglichen nur eine Möglichkeit

einer unmöglichen Erfüllung:


ein Streben immerfort ins gestrige Morgen.


Nur ein Gott kann uns noch helfen;

er ist Schmerz – die Furcht

vor einer Freiheit.


Ohne Grund,

unentschieden,

zu leicht gefangen

zwischen unseren Händen.


Bewahren wir ihn,

manchmal

zu nah am Herzen.


Liebe,

eine geschmiedete

Notwendigkeit


Wie die Angst,

dass nur die Angst uns hält.


Wer hielte ihn –

ließ ich ihn gehen?


Morgenstern


Vielleicht:

ein Verlangen, ein Wollen,

ein Wille im Werden –

im Fallen sein,


kollidieren und

Zerschmettern?


Die Welt ist alles,

wenn sie fällt.


Jeder Grund,

unhaltbare Notwendigkeit –

sie zerbricht

an unserem Wesen.


Mit verdrehten Köpfen

schöpfen wir ein Gestern

im Morgen,

als gäbe es eine Kraft,

die uns zu Schöpfern heißt.


Stella Nova


Ich frage dich,

und dein Ende

beginnt.



– Rufus –