die letzten
Gernerationierenden
– Morphea –
– Morphea –
– Nachts fallen Sterne ins Meer
weiß nicht wer sie wirft, wer sie fängt
und dass es mich meerwärts drängt
gezeitenlängs, die Nacht wiegt schwer
Bin ich die, die wartend am Saum
sich in den Elementen fand
treibendes Zeitgut verloren im Sand
zerriebener Sterne – im Zwischenraum
– Morphea –
– tief unter dem Eis der Gezeiten
mischt sich ein träges, schweres Meer
mit leisen winterblauen Klängen
vibriert ein unbestimmtes Sirren
aus kristallinem Schwingen
in feinstgefrorenen Gesängen
die Nacht vermischt ihr Dunkelblau
mit Tausendsterngebilden
die südwärts sich zum Sterben neigen
der Mond flaniert am Horizont
umhüllt vom Halofrostgewande
Und ich: Ich atme Schweigen
– Morphea –
– Der Saft des ausgepressten Lebens einer Apfelsine
Die Füße laufen quicklebendig und recht froh
Ins Meer und trennen fleißig Molekülstrukturen.
Milliarden Jahre drängen sich durch alle Zehen
Die Gischt aus Zeit mir ins geleerte Glas zu wehen.
– Morphea –
– am Morgen zogen rotmelierte Streifen
und ostwärts hob sich Sonne aus der Flut
das Licht des Tages folgte einer kurzen Glut
ein letztes Mal nach diesem Meer zu greifen
den Augen bietet sich ein Möwentreiben
als würden sie im heißen Wind der Sonne
mit ihren Schnäbeln ungestümer Wonne
den Tag verschiebend sich an Wolken reiben
die Nacht changiert im Lichtermeer aus Strahlen
und Venus folgt der Scheinbarkeit der Welt
die langsam in der Dunkelheit zerfällt
sie würde mit der Nacht den Mond bezahlen
als Morgenstern sich in den Himmel malen
die Möwen haben einen neuen Tag bestellt
– Morphea –