August 03, 2026



Warum die KI 

mich nicht ersetzen wird



 – Ich mache Sachen,

die wären jeder App peinlich!


Ich könnte jetzt einfach

den Punkt am Satzende

weglassen


So etwas würde sich

eine KI niemals trauen!


Ein automatisch erstelltes Gedicht

könnte euch auch niemals raten lassen,

mit welchem Körperteil

es den Text eintippte ...


und es würde auch nicht

mitten im Gedicht damit anfangen,

die Leser grundlos zu beschimpfen


Ich würde

- und das wisst ihr ganz genau,

ihr Wichser!


Seht doch nur:


___/-----\___


Dieser Satz hier

trägt sogar einen

albernen Hut!


Nur für euch!


Wo bekommt man

als Leser so was

schon geboten??


Im Gegensatz

zu einer künstlichen Intelligenz

könnte ich euch meine Texte

auch persönlich vortragen.


Von Mensch

zu Mensch.


(Igitt...)


Aber dafür müsste ich ja raus,

zu den ganzen anderen Bekloppten.


Also lassen wir das lieber.


Stattdessen gebe ich euch etwas Andreas,

was die KI euch nicht geben wird:


Ein bisschen leeren Raum,

um eure Fantasie anzuregen:

































Ich habe keine Angst davor,

dass ich überflüssig werden könnte


- denn ich bin es doch schon längst.


Seht doch nur:


Diese Zeile hier

ist ebenso unnötig

wie diese hier.


Aus produktionstechnischen Gründen

befindet sich das Ende dieses Textes

























































hier.



– klaatu –



August 02, 2026



Hummelflug



 – Melodisch grüßt ein Finkenschlag

im Zoo Berlin den jungen Tag.

Am Eingang, unweit vom Gorilla,

steht stolz die Direktorenvilla.


Der Hausherr, noch im Morgenrock,

greift wohlgemut zum Wanderstock,

um seine Runde zu beginnen

und über Manches nachzusinnen.


Auf lichten dreiunddreißig Hektar

enthält die Flora reichlich Nektar.

Auch eine Hummel sieht man rasten,

um diesen Vorrat anzutasten.


«Du bist», doziert Professor Klös*,

«wohl mit Verlaub zu adipös,

um in die Lüfte zu entschweben.

Rein physikalisch …» Doch soeben


lässt ein sonores, tiefes Brummen

den Emeriten jäh verstummen.

Das Kerbtier summt an ihm vorüber,

versetzt ihm einen Nasenstüber


und landet sanft und elegant

schon auf dem nächsten Blütenstand.

Der Weise will nun weiterstreben –

zu Tieren, die nach Lehrbuch leben …


* (Heinz-Georg Klös, langjähriger Direktor 
des Berliner Zoologischen Gartens.)



– Cornelius –



August 01, 2026

 


Exponat | Kurator



Wenn dies eine Reise ist –


ohne Ziel,


leer und ohne

Pfad –


die ewige

Wiederholung


desselben Weges

mit neuer Erwartung.


Erst im Gehen –

zeigt sich

der Weg.


Wer,

in einer irrationalen

Gewissheit,


das Ziel

zu kennen meint,


bleibt

bewegungs-

und bewusstlos –


ein Verwalter.


Jeder Blick ist schon

Erwartung.


Der Blick zurück –

das Exponat

einer Erfahrung –


schauen wir

dem Kurator

gleich.


Und manche sehen

dort sogar:


Wahnsinnige,

die auf leeren Pfaden

schreiten.



– Rufus –