Taverne
– Koriatiki und Kokoretsi,
ein frisches Brot und roter Wein,
vom Fass gezapft ist die Karaffe,
sie will ganz ausgetrunken sein.
Die Nacht schickt langsam ihre Boten,
die Fledermäuse schwirren stumm
mit aufgeregten Flügelschlägen
um das Tavernenlicht herum.
Das Knattern alter Dreiradkarren
stört die Besinnlichkeit der Nacht,
auch einen Hund, der müde anschlägt,
aus hundertjährigem Schlaf erwacht.
Der Leuchtturm setzt die roten Lichter,
Nachtfalter taumeln in das Licht,
fallen zu Boden, flattern weiter,
finden die neue Richtung nicht.
Die ersten Sterne werden sichtbar,
die Dunkelheit gewinnt Gewalt
über die Hügel, über die Felder,
schwärzt sie die Insel, macht sie alt.
– Karl Günther Schultze –