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März 16, 2026



Mit dem Wind



Und so sitze ich auf dem Dach …


und warte darauf

ein Teil des Mooses zu werden

Bis dahin denke ich

an all die Träume

von denen die Sterne erzählten

Vergleiche

Realität und Traum

Komme zu dem Schluss

dass sich das Warten lohnt


Ich erzähle den Sternen davon

wie es ist so zu sein

die Bäume ringsherum beginnen bedächtig

zu lauschen verstehen

und schlängeln ihre Wurzeln

hinauf zu mir aufs Dach

beginnen mich zu umarmen


… und der Wind singt sein Lied dazu



– Otto Lenk –



März 09, 2026



sie flüstern



 – sie flüstern vom weiß und den tagen danach,

an denen es angeblich bunt werden soll.

sie wollen erfahren haben,

dass dies alles eine vorübergehende laune der natur sei,

der man nicht allzu viel beachtung schenken solle.

sie tuscheln bereits von wärme, ja selbst das wort grün

soll gefallen sein.

aber die vögel erzählen ja viel, wenn der tag lang ist.



– Otto Lenk –



Februar 09, 2026



Mit dir im Wort bleiben



 – Darüber hinaus

Bleiben


Mich still

Immer wieder aufs Neue

In dich verlieben


Stiller

Aber um die Brotkrumen

Wissend


Im Wort bleiben


Und darüber hinaus



– Otto Lenk –



Februar 03, 2026



Tonic



 – Sie lässt das Tonic schon lange weg

Ist genügsam geworden

Gin reicht ihr

Darüber hinweg

Selbst worüber ist schon lange weg

Darüber hinweg reicht ihr


Die Fotografie

Längst aus dem Rahmen genommenes

Der Blick auf den leeren Rahmen reicht ihr

Tage, Stunden, Minuten vergehen

Einfach so

Das genügt ihr ...


... und der Blick auf die traurigen Gardinen

Die das Fenster ohne Aussicht umrahmen



– Otto Lenk –



Januar 31, 2026



Verschwiegen



 – Mir scheint

Als dringe nichts nach draußen

Obwohl ich doch ein fenster bin

Eines

Nur gedacht gemacht

Für diesen blick

Nach außen hin


Mir scheint

Als ob die blicke

Nur nach innen dringen

In diesen raum

Der mauer gleich

Aus dem das fenster einst gehauen


Mir scheint

Man hat mir was verschwiegen



– Otto Lenk –