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Mai 03, 2026



Was in uns bleibt


 – Irgendwo zwischen

der Schwere des Körpers

und der vorsichtigen Hoffnung,

dass der Tag etwas bereithält,

das sich lohnt zu berühren.


Freude kommt selten laut.

Sie setzt sich eher neben dich,

wie jemand, der nichts verlangt,

und plötzlich ist da ein Licht,

das nicht blendet,

sondern wärmt.


Traurigkeit dagegen

kennt deinen Namen.

Sie spricht ihn nicht aus,

aber du spürst, wie sie ihn trägt,

in jeder langsamen Bewegung,

in jedem Blick, der zu lange verweilt.


Dann ist da diese Stille,

die alles enthält,

wie ein Fundament,

auf dem die Kathedrale steht,

an der du ein Leben lang baust.

Manche Zimmer

willst du nie wieder betreten,

in anderen wohnt der Frieden.


Und vielleicht ist das genug:

dass alles, was in dir lebt,

nicht gelöst werden muss,

sondern gehalten,

wie der Mond

die Nacht hält.



– Önder Özkan –