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Februar 23, 2026



Stadtmomente



 – Dächer tragen

die kühle Nacht

und in den Häusern

wächst langsam Wärme,

als würde irgendwo jemand

zum ersten Mal

an Hoffnung denken.


Auf den Straßen

nur einzelne Schritte,

jedes Leben ein leiser Strom,

der nicht weiß, wohin er fließt,

und trotzdem weitergeht.


Ein Fenster öffnet sich,

und mit ihm

ein leiser Klang von Geschirr,

ein Husten, dann ein Lachen.

Der Mann pustet

den blauen Dunst

zu den neugeborenen Sternen,

die wie ein Versprechen

in die Dunkelheit leuchten.

Die Frau küsst seine Schulter.

Ihre Hand ruht,

gleich einer Feder,

auf seinem Nacken.


Die Luft trägt den Geruch

von etwas Unausgesprochenem,

das in den Gassen bleibt,

als wüsste es,

dass jeder Tag neu beginnt

und doch niemals

ganz von vorn.



– Önder Özkan –