Das längste Gedicht
der Welt
– Ein schlafend eingerollter Wurm
Erträumt sich einen Regensturm,
Der macht mit einem Klatsch
Die ganze Welt zu Matsch.
Darinnen wühlt der Wurm und fühlt
Sich einsam, weil nur er drin wühlt,
So hat er sich beeilt
Und siebenmal zerteilt.
Die sieben Würmer teilten auch
Sich wiederum von Kopf bis Bauch
Und ließen nur den Schwanz
Als Wurmgebilde ganz.
Ich weiß nicht, wieviel Würmer nun
Schon Würmerwühlarbeiten tun,
Sie wühlen ohne mich
Im Matsch und teilen sich.
Dann ist der Traum auf einmal aus,
Der Träumerwurm schiebt Augen raus,
Er sieht den Sonnenschein,
Und schleunigst schläft er ein.
Der schlafend eingerollte Wurm
Erträumt sich einen Regensturm,
Der macht mit einem Klatsch
Die ganze Welt zu Matsch.
Darinnen wühlt der Wurm und fühlt
Sich einsam, weil nur er drin wühlt … …
– Peter Welk –