das dritte Kind
– das Herbstkind kommt leise
stellt sich an den Rand des Sommers
und pustet Nebel
über die warmen Felder
es erntet die Früchte des Jahres
und spuckt die Kerne durch die Welt
der Sommer flieht in den Süden
- mit Händen voller Licht
in Spiegelpfützen kentern
im Sturm gefallene Blätter -
die nicht länger glauben wollen
dass Bleiben eine Form von Ewigkeit ist
das Herbstkind malt seinen eigenen Himmel
Sonnenbögen aus Regen
und einen Schmetterling der Nacht
über gesponnenen Netzen in denen sich
die Schönheit der Vergänglichkeit verfängt
– Morphea –