Der Rabe
– Andrea M. Fruehauf –
– Andrea M. Fruehauf –
Schlabauzi, schlabummsi, farruzzi, farra!
Oh, superli putzi! Die Blablas sind da!
Sie blubbern und blabbern, ums ührliche Rund,
sich Lippen zu Lappen, sich Münder krawund.
Es klickert und klackert, im Megawatt-Maß,
ein Babbeldadummsi ins Mattscheibenglas.
Hier fließt was alltäglich und immer aufs Neu -
hier trennt sich der Weizen-Korn-Geist gern vom Spreu.
Oh, Schnuckeldibaunzi, mein Waunzi, mein Fix,
wie wubbelt dein Plaunzi das stündliche Nix?
Es trapselt und strapselt hinauf bis zum All,
gewollt genitorisch und oft genital.
Mein Pazelli-Schmazelli, Wauseli mein,
ein winziges Pauseli? Gläseli Wein?
Hoch, Prösterli! Trösterli, Knubbeldieda
mein Kätzeli! Schwätzeli wieder ?
Bla-bla!
– niemand –
– Ein Blatt, auf dem Bahnsteig verloren, vergessen,
weht hoch zu den Tauben, die Zeit ist vermessen
genug, zu vergehn, zu vergehn sei genug.
Am Abend erzählt sie der Uhl und dem Einhorn
von wortlosen Stunden, von Kälte und Neid,
geröteten Augen, Geschwätzigkeit, Jähzorn,
und schaut dabei still auf ihr staubiges Kleid.
Das Tier indes schaut sie nur an, es mag denken,
so ist dieses Leben, so ist er, der Mensch,
und zustimmend glucksend erhebt sich der Krug.
Viel später noch wird sie vom Abendrot träumen,
von zwinkernden Sternen, von seidigem Blau,
von schmelzenden Weisen, dem Mond in den Bäumen,
die schneeigen Augen in trotzigem Grau.
– Andrea M. Fruehauf –
– Der kürzeste der Tage ist vorbei
ein jeder neue hellt sich um Sekunden
jetzt auf auch wenn der Mensch
das kaum verspürt
schürt es die Hoffnung
auf mehr lichte Stunden
und darauf dass ringsum
bald alles blüht
Noch ist man müd
und fühlt sich wie gelähmt
auch wenn man sich fast schämt
dies zuzugeben
fährt langsam Leben
in die starren Glieder
die einst beweglich waren
Das kommt wieder
sobald im Lenz die Sonne
hell erwacht
sagt man
der Winterdunkelzeit
Gut Nacht!
– niemand –
– Man sagt, ich säh wie Elvis aus,
ich kann das – ganz ehrlich – nicht glauben.
Die Backen, die Ohren, darüber hinaus
die Nasenpartie und die Augen,
die wären angeblich bei Elvis und mir
wie sonst nur bei Zwillingen ähnlich.
Ich sage es unmissverständlich und hier:
Ich find den Vergleich reichlich dämlich.
Jetzt meinten sogar noch Charlotte und Björn,
man könne uns kaum unterscheiden,
ich säh aus wie Elvis. Ich kann‘s nicht mehr hör‘n.
Ich kann diesen Kläffer nicht leiden.
– Rudolf Anton Fichtl –
– Jetzt fahre ICH
den Zeigefinger aus,
schraube bedrohlich
die Augäpfel raus
&
krakeele mein Befinden
wie Befehle durch das Haus.
Jetzt nehme ICH
mich so ernst,
bis alle es tun
&
lasse EUCH keine Zeit
etwas auszuruhen.
Jetzt fordere ICH
vehement ein,
was mir niemals zustand,
bis jeder Widerstand
resigniert.
Jetzt werdet IHR
und EUER Stolz
zu Brennholz
für MEIN Leuchtfeuer
degradiert.
– KLAATU – Ihr Kandidat für die nächste Bundestagswahl!
(Nur echt in Großbuchstaben)
– klaatu –