März 16, 2025
März 15, 2025
Jogger‘s delight
– Die Mahnung: Pumpe, Glatze, Bauch und Falten.
Mir schwant, ich bin als Macker laue Luft
und muss was machen. Hoch jetzt, fauler Schuft!
Die Sonne scheint. Heut kann mich nichts mehr halten.
Ich lege los. Ganz locker. Drei Schritt ein-
und wieder ausgepustet. Bleibe standhaft
im Takt und flöge förmlich durch die Landschaft (!),
blies nicht von vorn der Wind so hundsgemein.
Der Wind, der alte Schinder, hemmt erheblich.
Ich schalte runter: ein zwo Phuuh und ein zwo Phooh,
als just ein Fräulein naht. Oh Libido!
Mein Lächeln, wohl vom Schmerz verzerrt – vergeblich.
Ich fluche, weil der Weg nun aufwärts geht.
Vorbei an Häusern, Gärten, einer Laube,
aus der die Lust schreit, einem Rest von Taube,
an trauten Rasen, die ein Mäher mäht.
Der Durst, die Hitze und ein fraktioneller
Ventilationsverlust auf halber Strecke
beschweren Herz und Bein, als um die Ecke
ein Köter schießt. Erregt! Schon lauf ich schneller.
Fürwahr ein Marathon! Am Automarkt
wird abgekürzt, durch Sand bis zu den Knöcheln.
Das Echo einer Wand klingt fast wie Röcheln.
(Starb Pheidippides gar an Herzinfarkt?)
Kurz vor dem Ziel, noch einmal runterschalten
den Gang, den wirklich letzten vor dem Tod.
Erreiche meinen Hof mit Müh und Not.
Erschöpft, doch glücklich, bald ein Bier zu halten …
– Dirk Tilsner –
März 14, 2025
März 13, 2025
die letzten
Gernerationierenden
– Morphea –
März 12, 2025
Saharasand
Gerad, als man Saharasand
in Tini B's Samara fand,
erhob sich wie von Zauberhand
ein gelbes Stückle Theraband
und flog zum Niagararand,
wo einsam ein Ferrari stand,
in dem sich Jan mit Tini wand,
schlang sich um die Revolverhand
von John (dem mit dem Sonnenbrand)
und schnippste sie mit Sachverstand
nach vorn, zurück und umanand,
bis dass der Schuft im Schwarzgewand
krakeelend in der Schlucht verschwand.
– Andrea M. Fruehauf –
März 11, 2025
the big tiny
– Nachts fallen Sterne ins Meer
weiß nicht wer sie wirft, wer sie fängt
und dass es mich meerwärts drängt
gezeitenlängs, die Nacht wiegt schwer
Bin ich die, die wartend am Saum
sich in den Elementen fand
treibendes Zeitgut verloren im Sand
zerriebener Sterne – im Zwischenraum
– Morphea –
März 10, 2025
Wenn der Schornstein raucht
Ick bin een orjinales Schwerjewicht,
Naturbelassen, im Jeruch vaführend,
Die Sehnsucht scheuer Seelen schürend
Nach Mann. Und ick verleugne nicht
Mein loderndes Verlangen, wenn een Weib
Mir jradezu entjegenkommt und haucht:
«Nimm mir und leg mir hin!» Denn raucht
Der Schornstein überm Haus, und ihren Leib
Seh ick im Rauch zum Anjebot vawirbeln,
Und weil die Kontenanz nicht weiter stört,
Darf mir det Weib im Oberstübchen zwirbeln
Und ick een Mann sein, wie et sich jehört.
– Joe Fliederstein –
