Süß!
– Kürzlich sprach ein Wort zu mir:
Bin von den ganz herben –
hab es längst schon im Gespür,
ungesüßt zu sterben.
Du bist edel, wirkst apart,
sprach ich ihm, drum tröste
ich dich gern auf meine Art,
doch im Wörtchen löste
sich die Sperre und es rief:
Keine Ahnung, aber
immer alles positiv
deuten durchs Gelaber.
Wär mir für den Kitsch nicht schad,
sprach das Wort, als müsse
aus dem Stand es, weil malad,
rein in pure Süße.
Sag mal, Dichter, ist das Tee,
den du grade brühtest?
Zieht das Pulver, das ich seh,
welches du behütest,
nicht die reinste Zuckerspur,
die ich so vermisse?
Rief es, sprang ins Dextropur
und ertrank in Süße.
– nemand –