Warte
– Warte
Wölkchen
Nimm mich mit
Wär dir keine Last
Federleise
Trügst du mich
Ohne Ruh und Rast
Dass wir segeln
Mit dem Wind
Über unser Meer
Und zum Regnen
Gäb ich gar
Meine Tränen her
– Andrea M. Fruehauf –
– Vater schnarchte, schlief alleine,
doch im Urlaub sparten wir.
Von den Zimmern ging das eine
an die Mutter und das Kleine,
und so lag ich bei dem Stier.
War auch erst noch nichts zu hören,
blähten sich die Nüstern bald,
und sein Pfeifen, Grunzen, Röhren
war durch gar nichts mehr zu stören,
selbst mein Wimmern ließ ihn kalt.
Morgens saß dann seine Masse
ausgeruht im Speisesaal.
Mutter sah auf meine blasse
Haut und hob die Kaffeetasse:
«Kind, nun iss, du bist zu schmal.»
– gummibaum –
– In den Straßen (I)
Ich denk, ich schnupper Frühlingsluft,
doch riecht sie wie im Winter.
Ein Auto rast, sein Gas verpufft –
und Hunderte dahinter.
Der Lenz steht da, mir ist, er hat
ein Rümpfen um die Nase -
er bietet frischen Duft der Stadt,
sie schenkt ihm ihre Gase.
In den Hinterhöfen (II)
Der Lenz will sich im Hinterhof
verdienten Beifall holen.
Dem Menschen ist sein Gang zu doof –
der setzt auf Grill und Kohlen.
Hier hat der Lenz es wirklich schwer –
mir deucht, ihm ist zum Heulen.
Er schenkt der Welt sein Blütenmeer,
und die grillt Puten-Keulen.
Auf dem Land (III)
Der Lenz zieht zum Bereich der Bauern,
den Blümchenduft noch in den Nüstern,
da lässt ihn ein Geruch erschauern,
draufhin hört man entsetzt ihn flüstern:
«Bin Freund der Landschaft und der Stille,
jedoch kein Fan von jedem Mist.
Ich sag auf türkisch: Güle! Güle!»
Was wohl mit Tschüss! identisch ist.
– niemand –
– Wie sind die bunten Vögel froh,
sie färben ausdruckslose Lüfte.
Der Wind spielt farbiges Jo-Jo
mit Blüten und verteilt die Düfte.
Und wir? Im Einheits-Indigo
von Jeans in festen Standardgrößen,
verbläuen uns nicht nur den Po,
wir stanzen uns zu Trauerklößen.
Drum zieht es aus, das Einerlei
und pflückt aus Vögeln und aus Blüten.
Befiedert euch, seid vogelfrei,
und blütenblätterbunte Mythen.
Erwacht als Frühlingswiesen neu,
und duftet üppig vor Gedanken.
Steigt auf und endet nicht als Heu.
Seid Träume, die im Himmel ranken …
– gummibaum –
– Vor dem Küstenstrich Mallorcas
herrschte Panik, als zwei Orcas
sich den Badegästen zeigten.
Meeresforscher aber neigten
bei dem Anblick mehr zu Thesen
von der Sanftmut dieser Wesen.
Zum Beweis mit Foto ließen
sie sich tauchend zu den Riesen
auf den Meeresgrund hinunter.
Freundlich winkend, froh und munter
wurden Ozeanologen
in den Schlund hineingezogen.
– Stefan Pölt –
– Du weißt ja, um Kartoffelklöße,
Da macht man allerhand Gerödel,
Und auch um schlichte Hefeknödel
Gibt es erstaunlich viel Getöse.
Am liebsten esse ich Kartoffeln!
Sie schmecken stets, ganz unbestritten,
Gekocht, gebraten und als Fritten!
«Potatoes first!», bekenn' ich offeln.
– Fritz Pfeiffer –