Der Gewissenlose
– Andrea M. Fruehauf –
– Andrea M. Fruehauf –
– Es hat in meinem Denkgerüst
Sich eine Strebe losgelöst
Vermutlich bin ich eingedöst
Es hat in meiner Fantasie
Sich ein Gedanke aufgemacht
So völlig frei und ohne Fracht
Dies hat in meiner Seelenschlucht
Entschlossen und sehr selbstbewusst
Es treibt sie meine Reiselust
Doch würd ich gern auf Straßen, Gleisen
Mit mir in Summe mal verreisen
– Volker Teodorczyk –
Vom Nebel verhangene Zinnen, der Morgen
Greint mit den Krähen, das Licht ziert sich kühl,
Die Wege im Park sind vom Warten geronnen,
Wie wahllos verstreut dämmern Träume im Gras.
Die Nymphe am Brunnen beginnt sich zu räkeln,
Nur einen Lidschlag lang seh ich ihr Herz,
Ein Vögelchen wispert, es müsse bald ziehen,
Und wieder versilbert ein Spinnweb mein Haar.
– Andrea M. Fruehauf –
– Mühsam
lernte ich mit euch die Schritte,
die uns gemeinsam
in den Untergang führen werden.
Meine Fantasie
wurde zu einer Fabrik
für Albträume
- ein atmendes
Atom-U-Boot
in ständiger
Alarmbereitschaft.
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Eure
W E I T E
macht
mein Denken
eng.
So eng,
dass ich
mich
sel
bst
ka
um
me
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ve
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Vergessene Erkenntnisse
auf zerrissenen Schmierzetteln,
die im Staubsaugerbeutel
meiner Erinnerung landeten:
Ich weiß noch,
dass ich mich bunt
oder zumindest grau fühlte,
doch an der Garderobe
gaben sie nur
einheitlich schwarze
oder weiße Kleidung raus.
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Nun stehe ich
Fahne schwenkend
am Bahnhof,
Kausalitäter und
-opfer gleichzeitig,
und winke schluchzend
meinem Verstand hinterher,
wie er gerade
mit dem letzten Zug
Richtung Front abfährt.
– klaatu –