Besinnlichkeit
– FrankReich –
– FrankReich –
– Ich fühlte mich total belastet
vom Luftdruck, etwa 20 Tonnen.
Ich habe deshalb streng gefastet
und mit den Messungen begonnen.
In Schritten sank die Oberfläche
der Haut erfreulich auf zwei Drittel,
der Druck verspürt schon eine Schwäche,
nur 13 Tonnen noch im Mittel.
Die Depression ist schlicht verschwunden,
und schaff ich weitre 13 Tonnen,
leb ich den Göttlichen verbunden
fernab der Luft in höchsten Wonnen …
– gummibaum –
– Wie zieht der Schwan
den Blick doch an –
in einer stillen Weise
dreht seine Kreise
auf dem Teich
wirkt weise
blütenweiß und weich
erstrahlt mir sein Gefieder
Welch Prinz aus fernem
Märchenreich
denk wieder ich –
und wieder
das gleiche Spiel
in gleicher Art
Am Ufer fühl ich mich genarrt
sein Watschelgang nicht grad famos
er zischt mich an
sein Hals zu groß
Kein Prinz
aus fernen Ländern –
wird Zeit
den Traum zu ändern
– niemand –
– die Wege die ich gehe
sind nicht mehr dieselben
und der Regen fällt
ich suche traurig
deine letzten Momente
am Lieblings-Schnüffelbaum
ich gehe nun weiter
ein seltsamer Wind
und Tränen wie Regen
man soll,
wenn man am Boden liegt
aufsteh’n und die Krone richten.
Ich kann das nicht mehr –
weil du meine Krone bist.
– Morphea –
– Verstummt sind Nachtigall und Kuckucksrufe.
Das weiße Gold des Spargels glänzt nicht länger.
Ein letztes Erdbeerköpfchen rollt vom Hänger.
Der Jahreslauf erklimmt die nächste Stufe.
Nun schwingt das Heupferd wieder seine Hufe.
Im Roggen schleichen heimlich Rattenfänger
und unterm Mond brillieren neue Sänger.
Ein feiner Staub bedeckt die Schlittschuhkufe.
Sobald es dunkelt, glimmen Glühwurmfunken.
Kein Feuerwerk, das dieses überböte,
begleitet vom Geläut der Rotbauchunken.
Die junge Nacht weicht bald der Morgenröte.
Der Schleier hebt sich, kaum herabgesunken,
und wieder spielt die Amsel auf der Flöte …
– Cornelius –